Ich lese gerade das Buch von Michael Ulrich „Das Rennen das Bugatti verpaßte“ und bin wirklich fasziniert.

(Das Buch geht im ersten Teil über das 1903 veranstaltete Rennen Paris-Madrid)

quelle: http://astore.amazon.de/michisoldtimer.de-21/detail/3865820859
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Schon die Enstehung diese Buches ist eine Geschichte wert!

Michael Ulrich sollte für Uwe Hucke, einen bekannten Bugatti Sammler der selbst auch ein absolut empfehlenswertes Buch über die Marke Bugatti geschrieben hat, ein Modell des Bugatti Typ 5 -der eigentlich ein De Ditrich war- nachbauen.

Bei seinen Recherchen zum naturgetreuen Nachbau im Maßstab 1:8 kam er natürlich auf dieses Rennen und war von der Geschichte fasziniert und beschloss ein Buch darüber zu schreiben (das Auto hat er übrigens auch gebaut).

Dabei ist ihm gelungen, aus vielen Quellen (alten Büchern, Zeitungen, Bildern und div. privaten Sammlungen) ein Bild dieses Rennens und vielmehr ein Bild dieser Zeit zu malen.

Man muss sich vor Augen führen daß dieses Rennen 1903 stattfand, also in einer Zeit zu der ein Auto als absoluter Exot verstanden werden mußte (und noch gar nicht sicher war ob sich diese Entwicklung durchsetzen wird). Ein Auflauf mit mehr als 300 Teilnehmerfahrzeugen war ein Spektakel keines gleichen zu dieser Zeit. Um einen Vergleich zu machen: Es wäre als ob heute 300 Hobby Astronauten ein Rennen zu Mond veranstalten würden.

Viele Details sind in diesem Buch beschrieben wie z.B. die schlechten Straßen (also eher Schotterwege) führten dazu daß der Auspuff des Teilnehmerfahrzeugs nicht nach unten herausgeführt werden durfte (das galt bis 1907) um nicht zu viel Staub aufzuwirbeln…..jedes Fahrzeug ein Prototyp und das Rennen war mehr oder weniger die erste Testfahrt. Die Gefahr ob das Fahrzeug oder sogar die gesamte Konstruktion nicht auseinanderbrach war immer gegenwärtig…..und…und…und (die Geschichten würden sicherlich einen Blog für Jahre füllen) .

Infos über die Zeitnahme, Regeln, Organistation und Verhältnisse dieser Zeit sind sehr gut beschrieben und verblüffen einen immer wieder.

Das Ganze ergibt ein plastisches Bild und man ist erstaunt, was er alles aus den vielen Quellen herausgefunden hat und führt dazu daß man dieses Buch (eigentlich sind es 2 Bücher in einem Schober: ein englisches bebildert und eines in deutscher Sprache) nicht weglegen kann.

Das Buch ist im DIN A4 Format und wiegt um die 20 Kilo…..dabei ist im englischen Buch fast jede Seite mit alten Zeitdokumenten bebildert. Zusätzlich erhält man eine rein deutsche Übersetzung in einem eigenen dünneren Buch.

 Es ist eine wirkliche Freude in diesem Buch zu lesen!

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